Wir schreiben das Jahr 2006. Ganz Deutschland freut sich auf die Fußballweltmeisterschaft. Ganz Deutschland? Nein! Tief in den Katakomben des Kölner RheinEnergieStadions treibt ein längst vergessener Hausmeister sein Unwesen. Seit sein Gesicht vor mehr als 20 Jahren von einem Düsseldorfer Fan mit Altbier verätzt wurde, scheut er das Flutlicht wie der Teufel das Weihwasser. Im Vorhof zum Strafraum lebt er in seiner eigenen Welt und träumt von der glorreichen Zeit des deutschen Fußballs, als der Kaiser weite Pässe schlug, der Terrier sich in den Waden der gegnerischen Stürmer festbiss und Bananenflanken noch nicht von der EU verboten waren. Einer Zeit, in der ein Spiel 90 Minuten dauerte, der Ball schwarz-weiß war und Deutschland am Ende immer gewann. Nie wieder hat er seither den Rasen betreten. Aber dann taucht ein kölscher Fußballprinz auf und rettet den Held der Dunkelheit vor dem ewigen Abseits.

PRESSESTIMMEN

"Diese muntere Geschichte wird mal im Kino, mal auf der Bühne erzählt. Wenn Kleiber nicht gerade als irgendwer über die Bretter hüpft, wechselt er auf die Riesenleinwand, wo mit athmosphärischer Dichte und dra-matischer Musik die Geshichte weitergetrieben wird. Kleiber ist Platzwart und Fan, Schiri und Reporter, Kleiber ist jeder und immer gut. Und was er zum Thema Fußball erzählt, zeigt, dass er nicht erst seit der WM Kenner der Materie ist."
BONNER GENERALANZEIGER


„Mit „Das Phantom des Stadions“ ist Kabarett-Star Michi Kleiber in seinem Eifelturm-Theater ein echtes Bravourstück gelungen, das die Grenzen zwischen Kleinkunst und Kino verwischt. Komische Solonummern und Musikparodien wechseln sich mit grotesken Einspielern auf der Großbildwand ab. Neben dem durch Düsseldorfer Altbier entstellten Phantom treten einsame Trainer, der entführte Kaiser, losgelassene Besuchergruppen und Fernsehsesselpärchen mit E-Gitarre auf. Eine atemberaubende schnelle Satire-Show, die den Geld-Zirkus der Funktionäre auslacht und deren Motor keine Sekunde ins Stocken gerät! (Regie: Hans Kieseier und Dada Stievermann, Musik: HP-Katzenburg.)
Genial komische und anrührende Fußballkomödie.

CHOICES, Juni 2006

„Das schlechte Gewissen der schönen neuen Fußballwelt präsentiert Kabarettist und Eifelturm-Chef Michi Kleiber in seinem neuen Programm „Das Phantom des Stadions“als Mutation des „Phantom der Oper“ – und als zutiefst tragische Gestalt.
Originelle Einfälle und witzige Gesangeinlagen zeugen von profunden Kenntnissen der Materie. Und Kleiber nennt sein Programm zu Recht „multimediale Revue“: Abwechselnd schlüpft er in die Rollen eines verirrten Pensionärs, eines verfolgten Schiris oder eines militanten Fans, während in einer Projektion auf der Bühnenwand andere Figuren in den Katakomben auftreten. Ohne Brüche gelingen die Übergänge, wenn das Phantom über eine Seitentür die Bühne verlässt. Handlung und Dialog werden nahtlos im Film fortgeführt.“

Kölnische Rundschau, Hans-Willi Hermanns